Bretagne,  Frankreich,  Normandie

Bretagne – Von Saint-Malo nach Vannes

Wildes Meer, schroffe Küsten und sanfte, grüne Landschaften im Hinterland – die Bretagne ist facettenreich. Die Bretagne ist die größte Halbinsel Frankreichs im äußersten Westen des Landes. Finis Terrae – „Ende des Landes“ sagten die Römer, nachdem sie Gallien erobert hatten und auf die wilde und raue bretonische Küste hinabschauten. In den berühmten Asterix & Obelix-Comics ist die Bretagne der widerborstige letzte Zipfel Galliens, der sich den Römern nicht unterwerfen will – und ein wenig davon ist auch in der Realität zu spüren: Überall weht die schwarz-weiße bretonische Fahne und die eigene bretonische Kultur und Sprache werden voller Stolz gepflegt.

Reiseroute Bretagne
Reiseroute Bretagne

Wie eine Halbinsel liegt die Altstadt von Saint-Malo im Meer. Die bretonische Hafenstadt war zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert eine berühmte Seefahrer- und eine blühende Handelsstadt. Vor allem ihre Korsaren waren berüchtigt und trugen viel zum Wohlstand bei. Im Grunde waren sie Piraten, die aber nicht auf eigene Rechnung, sondern mit königlicher Erlaubnis feindliche Schiffe kaperten und der königlichen Handelsflotte Geleitschutz gaben.

Von der fast 2 Kilometer langen Stadtmauer aus genießen wir einen herrlichen Blick auf Saint-Malo und die Umgebung. Wir bummeln durch die Gassen, die gesäumt sind von mächtigen Granitbauten und starten anschließend eine Rundfahrt entlang der Küste. An manchen Aussichtspunkten habe wir eine grandiose Sicht über die Bucht von Mont-Saint-Michel und können ganz hinten, weit in der Ferne klitzeklein sogar den Klosterberg am Horizont ausmachen.

Saint-Malo
Saint-Malo
Saint-Malo
Saint-Malo
Möve

In der Bucht des Mont-Saint-Michel liegt das kleine Fischerstädtchen Cancale. Von Saint-Malo aus führt ein kleines gewundenes Sträßchen eng entlang der Felsenküste in diesen für seine Austernzucht bekannten Ort. Nach dem Trubel von Saint-Malo zieht es uns wieder in die Ruhe von Kleinstädten. Und wir finden sogar direkt neben dem örtlichen Bouleplatz einen herrlichen Übernachtungsplatz!

Mir geht es so, dass ich fasziniert stehen bleiben muss, wenn irgendwo Petanque gespielt wird. Wie elektrisiert lausche ich dem Klackern der Stahlkugeln. In keinem französischen Dorf kann man auf das Boulodrome, das staubige Spielfeld, verzichten. Zum Kiebitzen muss man natürlich die Regeln kennen: Es spielen immer zwei Parteien gegeneinander. Jeder der Spieler (maximal 3 pro Mannschaft) hat zwei oder drei Eisenkugeln. Ziel des Spiels ist es, möglichst viele Kugeln näher als der Gegner an die kleine Holzkugel, das „cochonnet“, das „Schweinchen“ heranzubringen. Wer der Holzkugel am nächsten ist, wird häufig durch langes Nachmessen und lebhafte Diskussionen herausgefunden. Die Fabriken der Boulekugeln machen beste Geschäfte. Bessere als die Zahnbürstenhersteller, denn in Frankreich sollen mehr Boulekugeln verkauft werden als Zahnbürsten ?!

Weiter entlang der Küste und vorbei an Saint-Cast-le-Guildo geht es weiter Richtung Cap Fréhel. In über 30 Meter Höhe steht der als historisches Denkmal eingestufte Leuchtturm des Caps. Er gilt als einer der fünf stärksten Leuchttürme Frankreichs mit einer Leuchtweite von mehr als 50 Kilometern.

Cap Fréhel
Cap Fréhel
Mittagessen sammeln ?

In der Bucht von Saint-Brieuc liegt die kleine Landzunge Pointe du Roselier. Ein herrlich abgeschiedener Ort hoch über dem Meer und sehr einsam. Ein idealer Übernachtungsplatz! Wir verbummeln den Nachmittag in dieser herrlichen Landschaft, wundern uns aber, dass am späten Nachmittag immer mehr Autos den kleinen Platz füllen, und am Abend ist hier ein Kommen und Gehen wie in der Großstadt. Und Punkt Mitternacht krachen rundum die Feuerwerke zum Nationalfeiertag der Franzosen. Über die ganze Bucht verteilt leuchten die „Feux d’artifice“. Ein phantastischer Anblick! Und unsere Nachbarn feiern auf unserem „ruhigen Übernachtungsplatz“ fröhlich in ihren Feiertag.

Pointe du Roselier
Pointe du Roselier
Pointe du Roselier

Am frühen Morgen des französischen Nationalfeiertags ist Saint-Brieuc wie ausgestorben. Wir finden aber doch eine offene Bar für einen schnellen Café und ein Croissant. Das muss einfach sein! Im historische Stadtkern von Saint-Brieuc gibt es einige bemerkenswerte Fachwerkhäuser aus dem 15. und 16. Jahrhundert zu bestaunen. Ansonsten ist das Städtchen eher unscheinbar. Die Straße zum örtlichen Hafen Légué, dem fünftgrößten Hafen der Bretagne, führt sehr steil nach unten und es macht Spaß, das kleine Sträßchen erst runter und dann wieder rauf zu fahren!

St-Brieuc
St-Brieuc

Der Weg nach Tréguier führt uns zur Ruine der Abbaye de Beauport aus dem 13. Jahrhundert. Da in der Abtei die Reliquien von Sankt Riom und Sankt Maudez, zwei keltischen Einsiedlern die auf benachbarten Inseln lebten,  aufbewahrt wurden, wurde Sie zum Ziel vieler Pilger. Vor allem englische Pilger die dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela folgten, legten hier eine erste Pause ein. Nur die Außenmauern der einstmals beeindruckenden Kirche sind erhalten geblieben. Das Kirchendach und auch der Glockenturm sind eingestürzt.

Abbaye de Beauport
Abbaye de Beauport
Crepperie in Abbaye de Beauport
Crêperie in Abbaye de Beauport

Am Hang des Jaudy, einem weit ins Landesinnere reichenden gezeitenabhängigen Meeresarm liegt Tréguier. Wir bummeln vom Hafen auf das mit schönen Fachwerkhäusern gesäumte Sträßchen hinauf in den charmanten Ort.

Über den Dächern erhebt sich die filigrane Pfeilspitze der Kathedrale bis in 63 Meter Höhe. Die im 12. Jahrhundert im gotischen Stil errichtete Saint-Tugdual Kathedrale ist eine der schönsten der Bretagne. Nachdem wir die Raffinesse der Eingangspforten bewundert haben, stehen wir staunend vor einer ganz mit Blumenmotiven verzierten Kanzel, den unerwarteten in das Chorgestühl geschnitzten Tiergestalten und dem Grab von Saint-Yves.

Leider ist in der Innenstadt heute Markt. Nicht einer der wunderschönen französischen Wochenmärkte, sondern eine Ansammlung von vielen Ständen mit allerlei Nippes und Überflüssigem. Wer allerdings gerne auf solchen Märkten nach Handtaschen, Seifen, Küchenutensilien oder sogar Unterwäsche sucht, wird bestimmt fündig. Wir sind immer erstaunt, dass sich das für die Betreiber lohnt.

Tréguier
Tréguier
Tréguier
Tréguier
Tréguier
Tréguier
Tréguier
Tréguier

Wir drehen nochmal um und fahren die kurze Strecke nach Paimpol zurück, denn das Städtchen haben wir glatt übersehen. Und das wäre sehr schade gewesen. Ein wunderschöner Jachthafen mit zahlreichen Cafés und Restaurants, die Fischspezialitäten anbieten und schöne Reeder- und Fachwerkhäuser aus dem 15. und 16. Jahrhundert laden ein zum Bummeln und Genießen. Und einen sehr ordentlichen, wenn auch recht überfüllten Stellplatz direkt am Hafen, hat der Ort auch.

Wir beschließen also hier zu bleiben, gehen nach einem anstrengenden Tag todmüde zu Bett. Und um Mitternacht geht es los: Ein nicht enden wollendes Feuerwerk von ungeahntem Ausmaß und Getöse. Die Franzosen feiern das Ende ihres Nationalfeiertages. Das Feuerwerk muss ganz in unserer Nähe abgebrannt werden, denn die Böller lassen unser Wohnmobil regelrecht erschüttern. Ein richtiges Trommelfeuer an Böllern. Unglaublich. Ein wahnsinniger Krach der erst nach einer guten halben Stunde wieder aufhört. Und wir sind hellwach!

Paimpol
Paimpol
Paimpol
Paimpol
Paimpol
Paimpol

Guingamp ist ein hübsches kleines Städtchen im Landesinneren der Bretagne, von Paimpol nur wenige Kilometer entfernt. Auf dem Weg dorthin müssen wir mal wieder die französische Gasflasche tauschen. Das geht am einfachsten an den Tankstellen von Supermärkten. Lästig ist die Wechslerei trotzdem, denn die französischen Flaschen sind größer wie bei uns und aus Vollstahl und unglaublich schwer. Aber der nette Herr am Kassenhäuschen trägt mir die volle Flasche bis zum Wohnmobil. Merci beaucoup, monsieur!

Guingamp
Guingamp
Guingamp
Guingamp

Als Rosa Granitküste bezeichnet man den Küstenabschnitt der nördlichen Bretagne zwischen Paimpol und Roscoff. Die Hauptattraktion ist hier der rosa leuchtende Granit. Der ganze Küstenstrich wirkt wie ein einzigartiger natürlicher Skulpturenpark mit den bizarrsten Gebilden und bis zu 20 m hohen Felsformationen, welche Meer und Wind in das Gestein geschliffen haben.

In Trégastel gibt es einen sehr ordentlichen Stellplatz, der nur wenige Gehminuten vom Strand mit den herrlichen Gesteinsformationen entfernt ist. Als wir ankommen ist Ebbe, und so können wir stundenlang zwischen den Felsen herumklettern, in den verbleibenden Tümpel kleine Meeresbewohner beobachten und das kleine Schlösschen des Komikers und Schauspielers Dieter Hallervorden sehen.

Trégastel
Trégastel
Trégastel
Trégastel
Trégastel - Im Hintergrund Wohnsitz von Dieter Hallervorden
Trégastel – Im Hintergrund Wohnsitz von Dieter Hallervorden

Über Ploumanach und Lannion fahren wir am frühen Morgen Richtung Morlaix. Und das frühe Aufstehen hat sich gelohnt. Ein mystischer Nebel liegt über der Küste und dem Meer und taucht die Landschaft ist ein zauberhaftes Licht. Die Nächte sind kalt (um 12 Grad) und so kann dieses phantastische Naturschauspiel entstehen.

Morgennebel
Morgennebel
Morgennebel

Morlaix wird dominiert von einem gewaltigen Viadukt, das sich über die Stadt und die Bucht spannt. Mit der allgegenwärtigen Brücke wurde 1864 die Bahnverbindung Paris-Brest in der Nordbretagne vervollständigt. Das 58 Meter hohe und 300 Meter lange Eisenbahn-Brückenbauwerk überragt majestätisch die Altstadt und den Hafen. Die kleinen Kopfsteinpflaster-Gassen, die zwischen den an die Hügel gelehnten Häusern verlaufen, laden ein zum Schlendern. Es geht auf schmalen Treppchen steil nach oben bis zur ersten Galerie des Viadukts, das Fußgängern vorbehalten ist.

Morlaix
Morlaix
Morlaix
Morlaix
Morlaix
Morlaix

Die „enclos paroissiaux“ oder zu Deutsch „umfriedete Pfarrbezirke“ der Bretagne sind eine bretonische, historische und kulturelle Besonderheit aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Diese Kirchhöfe sind in Frankreich einzigartig. Sie bestehen aus Kirche, Umfassungsmauer (enclos), Monumentaltor oder Triumphbogen, Kalvarienberg und Beinhaus. Diese Anlagen zeugen von einer echten künstlerischen Tradition im Dienste des Glaubens – sie waren Ausdruck der Verwurzelung einer Gemeinde in ihrer Geschichte und Kultur. Als Symbole der Zusammengehörigkeit erfüllten die „enclos paroissiaux“ eine religiöse, aber auch eine gesellschaftliche Funktion: Hier kamen die gewählten Ratsherren zusammen, Vorläufer der heutigen Gemeinderäte. Es begann ein Wettstreit der Gemeinden untereinander. Jede wollte den schönsten Kirchhof haben! Dazu holte man unzählige Handwerker und Künstler in die Region: Baumeister, Bildhauer, Glaskünstler, Schreiner, Maler und viele andere, die Stein und Holz in Kunstwerke verwandelten.

Guimiliau
Guimiliau
Guimiliau
Guimiliau
Saint-Thégonnec
Saint-Thégonnec
Saint-Thégonnec
Lampaul-Guimiliau

Die letzten Tage haben sich die touristischen Aktivitäten stark erhöht, viele französische Urlauber sind unterwegs und das Wochenende steht vor der Tür. Wir befürchten, dass uns der Trubel an der Küste zu viel wird. Dem Wahnsinn entgeht man am besten im Landesinneren, etwas abseits der üblichen Touristenstraßen. In Huelgoat finden wir einen wunderschönen, parkähnlichen Campingplatz (Camping La Rivière d’Argent). Klein, ruhig, ohne Animation, ohne Schwimmbad und ohne Internet! Idyllisch. Und hier verbringen wir ein völlig entspanntes Wochenende.

Zurück an der Küste besuchen wir Roscoff, ein kleiner, auf einer Halbinsel am Ärmelkanal gelegener Ort der einen Abstecher lohnt. Wir schlendern durch das Städtchen und bewundern die alten, reich verzierten Reederhäuser und die spätgotische Kirche. Und erleben einen phantastischen Sonnenuntergang.

Roscoff
Roscoff

Immer entlang der Küste, möglichst nah am Meer entlang, fahren wir durch herrliche Landschaften mit wunderschönen Strände und Klippen nach Westen. Herrliche Ausblicke und phantastische Küstenabschnitte begleiten uns.

Küste bei Lilia
Küste bei Lampaul-Plouarzel

Kurz bevor wir Lampaul-Plouarzel erreichen, biegen wir noch links in ein schmales Sträßchen ein, an dessen Ende sich nach wenigen Kilometern Fahrt der größte noch stehenden Menhir von Frankreich befindet: der Menhir von Kerloas. Der 9,50 m hohe Brocken hat hier schon 5000 Jahre überdauert und besitzt zwei Beulen. Noch bis ins 19. Jahrhundert sollen Paare in der Hochzeitsnacht hierher gekommen sein, um sich nackt an den Beulen zu reiben. Er, um Söhne zu zeugen und sie, um zuhause die Hosen anzuhaben. Wir führen dieses Ritual nicht durch, denn wir haben zwei Töchter und die Rollenverteilung ist bei uns ebenfalls geklärt!

Menhir von Kerloas
Menhir von Kerloas

Etwas weiter südlich passiert die Straße eine unscheinbare Abzweigung die zu einem kleinen Parkplatz auf einer Landspitze über dem Meer führt: Pointe de Corsen. Dieser Felsen ist der westlichste Punkt Frankreichs. Nur wenige Besucher sind außer uns da, während sich weiter südlich, an der Pointe de Raz, die Massen drängen, obwohl dort nicht der westlichste Punkt Frankreichs ist! Der kleine Abstecher zum Pointe de Corsen lohnt sich aber in jedem Fall, denn die Anlage ist schön gemacht und der Ausblick ist beeindruckend.

Pointe de Corsen
Pointe de Corsen

Vor 2.000 Jahren machten Piraten und angelsächsische Eroberer die Küsten der Bretagne unsicher. Um Eindringlingen und Seeräubern Einhalt zu gebieten, errichteten die Römer eine befestigte Garnison an einem strategisch idealen Punkt in der Reede von Brest – die Geburtsstunde des späteren Château Brest.

Nach den verheerenden Bombardements im 2. Weltkrieg entstanden anstelle der alten Gebäude hauptsächlich Neubauten, was Brest das Image als seelenlose Stadt vom Reißbrett bescherte. So etwas wie eine „Altstadt“ gibt es in Brest nicht mehr.

Die Lebensader von Brest ist eine unglaublich lange Hauptstraße – eine breite Fußgängerzone, Kilometer lang, mit einem Grünstreifen und Straßenbahnschienen. Und sehr ansprechenden Geschäften, Boutiquen und Restaurants. Wie wir finden, neben dem Château das Sehenswerteste der Stadt. Und natürlich der Blick auf den Hafen, den zweitgrößten Militärhafen Frankreichs.

Brest
Brest
Brest
Brest
Brest
Brest

Die an einer kleinen Flussmündung gelegene Stadt Le Faou besitzt zahlreiche malerische Fachwerkhäuser aus dem 16. Jh. mit ihrer typischen überhängenden Erkerbauweise. Und einen wunderschönen parkähnlichen Wohnmobilstellplatz. Es ist inzwischen so heiß geworden, dass wir froh sind, unter Bäumen im Schatten zu stehen. Und am Abend ergibt sich noch ein lustig-fröhliches Boule-Duell mit einem französischen Ehepaar.

Le Faou
Le Faou

Quimper ist einfach großartig. Selten haben wir uns in eine Stadt so schnell verliebt! Es ist ein Vergnügen, durch die Gassen des alten Quimper zu schlendern. In der wirklich wunderschönen, sehenswerten Altstadt Quimpers befindet sich die „Cathédrale St. Corentin“, ein wahres Juwel der bretonischen Gotik. Weithin sichtbar und alles beherrschend, ragen die spitzen Türme der Cathédrale über die Stadt. Die Besonderheit dieser Kirche ist der nach links abknickende Chor, wofür es nie eine richtige Erklärung gegeben hat.

Es gibt viele kleine schmucke Geschäfte. In der Altstadt kann man Antiquitäten, Bücher, und vielerorts auch CDs mit bretonischer Musik kaufen. Für köstliche Verpflegung sorgt die alte Markthalle. Wer ein paar Stunden Zeit hat sollte eine Bootsfahrt auf dem Ödet, dem Fluss zwischen Quimper und Benotet machen. Herrlich!

Quimper
Quimper
Quimper
Quimper
Quimper
Quimper
Quimper
Quimper
Quimper
Quimper

Wir haben lange überlegt, ob wir uns Concarneuau „antun“ sollen. Der zugegebenermaßen sehr schöne Ort ist touristisch dermaßen überlaufen, dass es einfach keinen Spaß macht, dort zu bummeln und zu schauen.

Die Gehwege sind zugestellt mit unnützem Nippes und billigen Andenken, die Restaurants sind überteuert und die Kellner unfreundlich. Andererseits wäre es schade, das Städtchen einfach „links liegen zu lassen“. Unser Kompromiss: Wir sind punkt halb acht da, finden problemlos einen Parkplatz und der Ort ist noch schöner ohne den Touristentrubel.

Die Altstadt ragt wie eine Halbinsel ins Meer und wird komplett von einer Festungsmauer umgeben. Nur über eine kleine Zugbrücke gelangen Bewohner und Besucher auf die ummauerte Halbinsel. Dank der Bretagne-Krimis mit Kommissar Dupin übt Concarneau seit 2012 eine magische Anziehungskraft auf deutsche Krimifans aus.

Concarneau
Concarneau
Concarneau
Concarneau
Concarneau
Concarneau – fast Menschenleer am frühen Morgen

Carnac ist weltberühmt für seine zu Steinreihen gruppierten Menhire. Das besondere Merkmal der Menhire von Carnac im südlichen Morbihan ist ihre unglaubliche Anordnung. Carnac, das sind 3000 Menhire auf 1 Kilometer Länge, die 7000 Jahre alt sind. 

Die Anlagen sind mittlerweile eingezäunt und können nur noch im Rahmen von Führungen betreten werden. Durch diese Regelung soll der Erhalt der Anlagen geschützt werden, denn an manchen Tagen ergießen sich Touristenmassen aus Reisebussen über die Anlagen. Ganz früh am Morgen (siehe Concarneau) ist es aber erträglich.

Carnac
Carnac

Vannes, die Residenz der Herzöge der Bretagne, ist ein Städtchen, welches uns sofort gefällt und in dem es Freude macht zu bummeln, lauschige Plätze und malerische Fachwerkhäuser zu bestaunen, den farbenfrohen Markt und die vielen abwechslungsreichen Shoppinggelegenheiten zu genießen.

Das Stadttor Saint-Vincent aus dem 17. Jahrhundert verbindet den Hafen mit dem historischen Zentrum. Über eine von alten Bauten, Stadt- und Holzfachwerkhäusern gesäumte Straße erreichen wir die Altstadt. Und noch ein kleines Stückchen weiter steht die Markthalle. Nicht weit von dort entfernt erhebt sich die im 15. Jahrhundert errichtete Kathedrale Saint-Pierre.

Vannes
Vannes
Vannes
Vannes
Vannes
Vannes
Vannes
Vannes

Und hier endet unsere Reise von Saint-Malo nach Vannes. Durch eine beeindruckende und abwechslungsreiche Landschaft mit wunderschönen Städtchen und liebenswerten Menschen. Peut-être à bientôt.

de_DEDE