Languedoc und Provence – Teil III

Heute Nacht wird es zum ersten Mal richtig kalt. Gerade noch 6 Grad zeigt das Thermometer an. Gut, dass wir es im Wohnmobil kuschelig warm haben. Es ist ein herrlicher Morgen. Die Vögel zwitschern und die Sonne scheint vom wolkenlosen Himmel.

Ein solches Wetter haben wir uns für den Besuch des Grand Canyon de Verdon erhofft. Wir fahren auf der Strecke von Moustiers-Sainte-Marie in Richtung Castellane, biegen aber nach einigen Kilometer rechts auf die Route des Crêtes ab, eine Ringstraße entlang der Schlucht. Die Durchfahrt ist nur von dieser Seite möglich, da das Sträßchen zwischendurch zur Einbahnstraße wird.

Nahe der Gemeinde Sestriere hat sich der Fluss eine Furche in die Kalkmassive der Haute-Provence gegraben und die Verdonschlucht geformt, die von bis zu 250 Meter hohen Felswänden überragt wird. Umgangssprachlich wird sie auch der Grand Canyon du Verdon genannt. Über 20 Kilometer lang und bis zu 700 Meter tief ist er neben der Tara-Schlucht in Montenegro einer der größten Canyons Europas und Hauptbestandteil des nach ihm benannten regionalen Naturparks Verdon. Der Canyon mündet in den Stausee Lac de St. Croix, der durch den Bau des Sainte-Croix-Staudamms entstanden ist. Auf dem Gebiet des heutigen Stausees befand sich bis 1973 die Ortschaft Les Salles-sur-Verdon, die durch die Flutung vollständig zerstört und an anderer Stelle neu erbaut wurde.

Grand Canyon du Verdon
Grand Canyon du Verdon
Grand Canyon du Verdon
Grand Canyon du Verdon
Grand Canyon du Verdon

An vielen Halte- und Aussichtspunkten gibt es atemberaubende Aussichten auf den Verdon zu genießen. Wir befahren die Schlucht bis nach Castellane. Hier gibt es einen schönen Übernachtungsplatz mitten im Ort, direkt am Abhang.

Bevor wir die Rückreise nach Hause antreten, gönnen wir uns ein letztes Frühstück in Castellane. Dann geht es auf der Route Napoléon gen Norden bis nach Sisteron. Die malerische Altstadt zeichnet sich durch ein schönes Architekturerbe aus. Die romanische Kathedrale Notre-Dame-des-Pommiers, die Festungstürme, die mit alten Fassaden gesäumten Gassen und die schönen Plätze mit den schmuckvollen Brunnen machen den provenzalischen Charme der Stadt aus und sind eine Erkundungstour wert.

Etwas außerhalb von Sisteron finden wir Richtung Grenoble ein wunderbares Restaurant. In einem alten, sehr liebevoll restaurierten Bauernhof ist ein geschmackvoll eingerichtetes Lokal entstanden.

Sisteron
Grenoble

Über Grenoble, Bern und Basel fahren wir schließlich mit Kurs auf Staufen im Breisgau zurück nach Hause.

2 Comments

  1. Hallo und bonjour,

    sehr schön beschrieben und interessant erklärt, unsere lieb gewordene Gegend und Altersresidenz in Corneilhan bei Beziers/Languedoc. Vielleicht das nächste Mal auf unserem Stellplatz „Domaine de la Chartreusette“

  2. Hallo Jo, wie immer hat es wieder viel Spaß gemacht deinen Reisebericht zu verfolgen.
    Jedesmal danach mach ich mir Gedanken, ob wir nicht doch noch ein mobil kaufen.
    Bis bald, liebe Grüße Rudi und Lydia

    Rudolf Przibylla

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