Straße der Mimosen

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Von Ende Januar bis Mitte März ist es meistens so weit. Das Winterwetter hat weite Teile Europas noch fest im Griff, doch an der südfranzösischen Küste hat der Frühling bereits begonnen. Die leuchtend gelben Mimosen blühen und verzaubern die Côte d’Azur.

Und nach diesen Sträuchern ist eine interessante Ferienstraße benannt: “Die Straße der Mimosen”.

Entlang der Mimosenroute verwandeln die Blüten der Mimosensträucher die Landschaft in ein Farbenmeer. Das Gelb der Blüten steht im Kontrast zu dem strahlenden Blau des Himmels und dem Blau des Meeres. Wunderschön!

Karte Mimosenstrasse
Mimosenstrasse

Die Mimosenstraße führt auf 130 km von Bormes-les-Mimosas über Le Rayol-Canadel-sur-Mer, Sainte-Maxime und Saint-Raphaël nach Mandelieu-la-Napoule und weiter über Tanneron und Pégomas nach Grasse.

Mimosen gehören zur Familie der Akaziengewächse. Die verschiedenen Arten werden für die unterschiedlichsten Zwecke verwendet: als Schnittblumen, in Steingärten als Zierpflanze oder als Windschutz. Angebaut wird die Mimose vor allem in Südaustralien, Südafrika und Frankreich.

Mimosen

An der Côte d’Azur gedeihen Pflanzen und Blumen im Überfluss, begünstigt durch mildes Klima und viel Licht. Auch wenn bei uns noch Frost und Schnee vorherrschen, beginnen hier schon im Februar die ersten Blumen und Sträucher zu blühen. Es leuchtet und duftet überall.

Wegweiser

Wir starten unsere Reise entlang der “Route des Mimosas” in Grasse, fahren also die Strecke “rückwärts” von Grasse nach Bormes-les-Mimosas.

Um Grasse zu besuchen, lässt man das Wohnmobil am besten in Mouans-Sartoux stehen und fährt mit dem Bus die Serpentinenstraße hinauf nach Grasse. Im Ort wäre es ohnehin fast aussichtslos einen Parkplatz zu finden.

Grasse ist eine außergewöhnlich schöne Stadt hoch oben in den Bergen der Côte d’Azur. Hübsche Gässchen, kleine Treppen und imposante Stadtpalais machen den Bummel durch Grasse interessant und abwechslungsreich. Und Grasse ist die Stadt des Parfums an der Côte d’Azur. Viele große Parfummarken haben hier in der Umgebung ihre Produktionsstätten. Wer sich für dieses Thema interessiert, kann in Grasse auch ein kleines Museum über die Herstellung von Parfum besuchen.

Grasse
Grasse
Grasse
Grasse
Grasse
Grasse

Das Städtchen Pégomas ist zwar nur einen Katzensprung von Grasse entfernt, aber der Weg dorthin hat es in sich: kleine, kurvige Sträßchen, in Haarnadelkurven steil bergauf und bergab, meist einspurig mit wenig Ausweichmöglichkeiten. Für mich ist das Fahrspaß pur, meine Frau bekommt Migräne! Die Gegend zwischen Grasse und Saint-Raphaël ist unglaublich bergig und wild!

Im März liegt Pégomas noch tief im Winterschlaf. Das wird sich im Sommer sicher ändern, denn bis zum Meer sind es nur wenige Kilometer. Der kleine Campingplatz direkt an der Siagne ist zwar noch geschlossen. Dafür gibt es immerhin einen großen Supermarkt.

Mimosenwald bei Pégomas
Mimosenwald bei Pégomas

Das Dorf Tanneron liegt etwas abseits im Hinterland. Rund um Tanneron befindet sich der größte Mimosenwald an der Mimosenstraße, sowohl wild als auch kultiviert. Die wilden Mimosen, die in der Umgebung von Tanneron wachsen, sollen die schönsten an der Straße der Mimosen sein. Und von Tanneron aus haben wir einen herrlichen Blick auf die Mimosenwälder, die das Dorf umgeben.

Tanneron
Tanneron
Mimosenwald bei Tanneron
Mimosenwald bei Tanneron
Mimosenkultur bei Tanneron
Mimosenkultur bei Tanneron

Von Tanneron geht es kurvenreich und steil zurück zum Meer. Unterwegs bieten sich erste Ausblicke auf das Küstengebirge der Côte d’Azur und den Golf von La Napoule.

bei Mandelieu-la-Napoule
bei Mandelieu-la-Napoule

Aber es zieht uns nach Saint-Raphaël. Ein hübsches Städtchen. In den kleinen Gassen lässt es sich wunderbar bummeln, die Boutiquen laden zum Stöbern ein und in den Restaurants und Cafés kann man wunderbar verweilen. Im Sommer kommen die Touristen in erster Linie wegen des langen Strandes hierher. Anfang März ist alles noch sehr beschaulich und verschlafen.

Besonders sehenswert finden wir die Kathedrale „Notre Dame“. Vorbild waren die byzantinischen Kirchen. Erbaut wurde sie aus dem ockerfarbigen Stein der Provence.

Saint-Raphaël - Cathédrale Notre Dame
Saint-Raphaël – Cathédrale Notre Dame
Saint-Raphaël - Cathédrale Notre Dame
Saint-Raphaël – Cathédrale Notre Dame

In Saint-Raphaël kann man noch heute prächtige Häuser, Villen und Hotelanlagen bestaunen.

Saint-Raphaël
Saint-Raphaël
Saint-Raphaël
Saint-Raphaël
Saint-Raphaël
Saint-Raphaël

Rayol-Canadel-sur-Mer wartet. Zuerst geht es auf einer gut ausgebauten Landstraße weiter, dann führt der Weg in die Berge. Waren die Sträßchen bei Tanneron schon eng und kurvig, fahren wir jetzt wie auf einer Achterbahn. Steil auf und ab, einspurig, kilometerlang. Gott sei Dank kommt uns auf der 12 Kilometer langen Abfahrt nur einmal ein Fahrzeug entgegen. Und es bedarf einiger Manöver, bis wir aneinander vorbeikommen.

Le Rayol Canadel
Rayol-Canadel-sur-Mer
Straße nach Rayol-Canadel-sur-Mer

In Bormes-les-Mimosas blühen überall Mimosen. Die hübsche Stadt ist mit Mimosen geschmückt, ein leuchtend gelbes Farbenmeer erwartet uns. Die Stadt wurde als eines der blumenreichsten Dörfer Frankreichs klassifiziert. Mehr als 90 verschiedene Mimosenarten wachsen hier.

Die charmante Altstadt zählt zu den schönsten Frankreichs und wir genießen den Bummel durch die schöne Stadt und den Blick aufs Meer.

Bormes-les-Mimosas
Bormes-les-Mimosas
Bormes-les-Mimosas
Bormes-les-Mimosas
Bormes-les-Mimosas
Bormes-les-Mimosas
Mimosen
Bormes-les-Mimosas
Bormes-les-Mimosas – Pflücken verboten

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