Bretagne,  Frankreich,  Normandie,  Route Nationale 7

Frankreich – mon amour

4.8
(65)

Die Franzosen legen Wert auf die wichtigen Dinge des Lebens – nämlich darauf Franzose zu sein. Sie sind überzeugt von ihrer kollektiven und individuellen Überlegenheit gegenüber allen anderen. Ihr Charme liegt darin, dass sie den Rest von uns nicht verachten: Sie bemitleiden uns dafür, keine Franzosen zu sein [Michel Syrett].

Klingt das nicht vielversprechend für eine Hommage an mein Lieblingsreiseland Frankreich. Aber keine Angst … die Franzosen sind sehr, sehr liebenswerte Menschen!

Meine persönliche Beziehung zu Frankreich bzw. zu den Franzosen begann schon in meiner Schulzeit. Oberschwaben war nach dem Zweiten Weltkrieg französische Besatzungszone. Und gegenüber von meinem Elternhaus in Weingarten war ein Teil der örtlichen französischen Kaserne ausgelagert. Dort wurden die notwendigen handwerklichen Arbeiten verrichtet: Schuhmacherei, Wäscherei und Autowerkstatt. Das alles war für mich sehr interessant. Und als die Kontakte zu den Soldaten erst einmal geknüpft waren, durfte ich auf das Kasernengelände, die Schlupfwinkel kannte ich. Immer nur heimlich, denn es war für Zivilisten strengstens verboten die Kaserne zu betreten. Und wenn “le Commandant” unangemeldet zur Kontrolle kam, musste ich mich schnell auf dem Gelände verstecken. Was für ein Abenteuer! Und immer gab es für mich dicke, dunkle Blockschokolade oder frisches Baguette zum mit nach Hause nehmen. Möglicherweise wären die jungen Soldaten aber mehr am Kontakt mit meiner älteren Schwester interessiert gewesen!

Markttag in Brantôme en Périgord

Eine der ersten Städtepartnerschaften zwischen Deutschland und Frankreich überhaupt wurde zwischen Weingarten in Oberschwaben und Bron bei Lyon geschlossen. Ende der 60er Jahre durfte ich zum ersten Mal daran teilnehmen. Ein bisschen Französisch hatte ich schon in der Schule gelernt. Mein Austauschschüler war aber gar nicht daran interessiert Deutsch zu lernen, so dass ich in der Zeit, in der “die Franzosen” bei uns in Weingarten waren und ich danach in Frankreich, hauptsächlich Französisch sprechen musste. Das hat mich sprachlich enorm weitergebracht.

Meine Austauschfamilie wohnte in einer typischen französischen Sozialwohnung. 2 Erwachsene und 3 Kinder in einer 3-Zimmer-Wohnung in einem Plattenbau. Während meines Aufenthaltes musste ich das Kinderzimmer alleine bewohnen, die Familie lebte solange alle zusammen im Elternschlafzimmer. Der Familienvater hat sich für die 2 Wochen meines Aufenthaltes Urlaub genommen, um immer “für den Deutschen” da zu sein. Chapeau, Monsieur Soulier! Merci à tous!

Dreimal war ich bei der Familie zu Gast und danach noch einige Male mit dem “Deutsch-Französischen Jugendwerk” in Frankreich.

Carcassonne

Die Bretonen sind anders als die Bewohner des Périgord, die Korsen anders als die Elsässer. Während die Bretonen eher als bodenständig und mürrisch gelten, sind die Menschen in der Provence und an der Côte d’Azur eher lebenslustig und mediterran. Und die Franzosen im Süden, im “Midi”, sollen eher die “Filous”, die Spitzbuben sein.

Es gibt dazu eine schöne Geschichte von einem Radrennfahrer und Tour de France Etappensieger, der immer wieder hörte, dass die Südfranzosen Gauner seien. Er wollte es genau wissen und heuerte bei einem südfranzösischen Radrennstall an. Und er stellte fest: Das Vorurteil stimmt!

Côte d’Azur

Natürlich handelt es sich dabei um Vorurteile und oberflächliche Betrachtungen, aber ein Funken Wahrheit ist ja in Vorurteilen meist enthalten (die meisten Wohnmobilaufbrüche sollen ja auch südlich von Lyon stattfinden).

Bordeaux

Ich mag die Anarchie der Franzosen. Die Anarchie sitzt am Steuer und der wahre Charakter der Franzosen kommt zum Vorschein. Verkehrsregeln werden von den Franzosen als interessante Vorschläge betrachtet, die man in Betracht ziehen könnte, wenn man nicht viel wichtigere Dinge im Kopf hätte. Jede “feu rouge” (rote Ampel) ist eine Herausforderung, eine Provokation. Sie fassen jedes Stoppschild, jede Kreuzung und jeden Kreisverkehr als einen Eingriff in ihre persönliche Freiheit auf. Außer an Zebrastreifen. Hier hat der Fußgänger absoluten Vorrang. Alle halten an, damit er die Straße überqueren kann. Zur eigenen Sicherheit sollte man sich als Fußgänger lieber aber noch einmal vergewissern ob sich auch jeder daran hält!

Die Szene ist legendär: 1984 stürzt sich ARD-Korrespondent Ulrich Wickert in den Pariser Verkehr. Ohne zu schauen, überquert er zu Fuß die „Place de la Concorde“ – unbeschadet, denn Frankreichs Autofahrer sind trotz ihres schlechten Rufs zwar schnell, aber meist rücksichtsvoll. Gut aneinander vorbeizukommen ist wichtiger als stur auf die Verkehrsregeln zu pochen. Wer blinkt und fährt, findet meist eine Lücke.

Niemand (außer den Touristen) stört sich daran, wenn vor allem ältere Menschen in ländlichen Gebieten, meist mit einem alten Renault R4 oder einer Ente, mit 40 km/h zum nächsten Supermarkt zum Einkaufen fahren. Sie ziehen zwar eine Autoschlange hinter sich her, aber das wird toleriert, weil jeder weiß, dass es im Dorf eben keine Einkaufsmöglichkeit mehr gibt. Kein Hupen, keine wilden Überholmanöver – man ist gelassen!

Mindestens 600.000 französische Autofahrer sollen übrigens ohne gültigen Führerschein unterwegs sein. Und das ist eine vorsichtige Schätzung. Hinzu sollen 700.000 Autos ohne Versicherung kommen.

Wer eine der größten Revolutionen gemacht hat, muss im Herzen anarchisch sein. Aber ganz Europa hat von dieser leider nicht sehr friedlichen Revolution profitiert, und noch heute hat der Franzose sein besonderes Verhältnis zum Staat – er mag ihn nicht. Vorschriften und Gängelung sind verpönt. Jeder kennt die konsequenten Proteste und Streiks der Franzosen, vor allem die der Bauern und der “Gelbwesten”. Selbst wenn die Städter mit ihrem Peugeot oder Renault vor Wut schäumen, weil sie im Stau stehen, der wieder einmal durch einen Streik der Bauernverbände oder Gewerkschaften verursacht wurde (mit Barrikaden aus alten Traktoren oder brennenden Mülltonnen), empfinden sie große Sympathie und innere Verbundenheit mit den Streikenden, unter denen sich durchaus einer ihrer Verwandten befinden könnte.

Sarlat

Vor einigen Jahren war ich mit dem Wohnmobil in Biarritz. An der Strandpromenade standen einige Wohnmobile, aber es gab ein Parkverbot. Als folgsamer Deutscher fuhr ich auf den Campingplatz, aber am nächsten Morgen standen die französischen Camper immer noch da wie am Abend zuvor. “Die haben doch hier übernachtet”. Ich fragte einen Franzosen, ob man trotz des Verbots hier stehen dürfe. Und er meinte nur schelmisch: “Ich stehe schon 4 Wochen hier!”

Paris – Clochard

Frankreich ist ein wunderbares Reiseland für Wohnmobilisten. Nirgendwo sonst in Europa ist die Dichte an Camping- und Stellplätzen so hoch wie bei unseren Nachbarn, ein schönes Plätzchen für die Nacht findet sich also (meistens) immer. Fast jeder größere Ort bietet einen Stellplatz für Wohnmobile an. Nicht immer perfekt, aber meistens brauchbar. Manchmal mit Ver- und Entsorgungsmöglichkeit, manchmal mit, manchmal ohne Müllentsorgung. Und oft sogar kostenlos.

Leider werden aber viele Stellplätze von den Gemeinden wieder ganz geschlossen oder mit Höhenbeschränkungen versehen, weil sich manche Wohnmobilisten nicht zu benehmen wissen oder die Zahl der Fahrzeuge zu groß wird. Und immer öfter wird die Benutzung für nicht autarke VANs (also ohne Toilette an Bord) verboten. Zu Recht! Und wenn es keinen offiziellen Parkplatz gibt, hat in Frankreich in der Regel niemand etwas dagegen, wenn man sich diskret hinter der Gemeindehalle, dem Sportplatz oder dem Friedhof ein Plätzchen für die Nacht sucht. Aber bitte ohne Spuren zu hinterlassen! Und bitte nicht im Rudel!

Pyrenäen – Pic du Midi

Nur die Besten unter den herausragenden Zeugnissen der Menschheits- und Naturgeschichte dürfen den Titel UNESCO-Welterbe tragen. Und 52 der besten befinden sich in Frankreich (und ebenso viele in Deutschland).

Schlösser an der Loire – Chambord

Dazu gehören der Mont-Saint-Michel und seine Bucht, das Schloss und der Park von Versailles, die Höhle von Lascaux, die römischen und romanischen Monumente von Arles, der Aquädukt Pont du Gard, die Seineufer von Paris, das Weinbaugebiet Saint-Émilion, das Loire-Tal oder die Bergbaugebiete von Nord-Pas-de-Calais. Und viele, viele mehr.

Normandie – Le Mont-Saint-Michel

Aber es sind nicht nur diese herausragenden Sehenswürdigkeiten, die Frankreich als Reiseland interessant machen. Für mich sind es vielmehr die vielen kleinen Städte und Dörfer, Alleen und Flüsschen, die sehens- und liebenswert sind. Oder ein Sonnenaufgang über einer saftig grünen Wiese in der Auvergne mit hübschen Kühen oder ein tiefroter Sonnenuntergang am Atlantik.

Normandie
Bretagne
Bretagne – Pointe-du-Raz

Auch die französische Kochkunst und das französische Essen gehören seit 2010 zum immateriellen Weltkulturerbe der UNESCO. Damit wurde die französische Art des Essens, von der Auswahl und dem Einkauf lokaler Produkte über die Tischdekoration und die Abstimmung von Essen und Wein bis hin zum gemeinsamen Beisammensein als besonders erhaltenswert eingestuft. Kochen ist für die Franzosen eben nicht nur ein Handwerk, sondern eine Kunst.

Und noch wichtiger sind dann noch die „Geheimtipps“ für den besten Metzger oder Bäcker in der Gegend.

Oder die beste Pâtisserie. Hier gibt es leckeres Gebäck, Kuchen oder Pralinen zu sündhaft teuren Preisen. Dafür aber mit viel Liebe von Hand gemacht. Und hier nimmt man sich minutenlang Zeit, um eine kleine “Tarte aux Cerises” oder eine andere Torte in eine Schachtel zu packen, sie mit einer Schleife zu versehen und dem Kunden wie ein neugeborenes Baby zu überreichen – auch wenn das kleine gebackene Kunstwerk kurz nach Verlassen der Konditorei schon wieder aufgegessen ist.

Kulinarisch ist mein Verhältnis zu Frankreich sehr ambivalent. Man kann hervorragend Essen gehen, vorausgesetzt man ist bereit, einen entsprechenden, aber meist auch angemessenen Preis dafür zu bezahlen. Und in mancher kleinen Bar auf dem Dorf oder in einer Fernfahrerraststätte kann man auch manche kulinarische Überraschung erleben.

“Les Routiers” sind die Gaststätten der Fernfahrer. Meist nicht besonders schön, aber zweckmäßig. Wenn zur Mittagszeit Lastwagen und Handwerkerfahrzeuge vor einem Restaurant oder Bistro parken, manchmal mitten im Nirgendwo, gibt es oft ein schmackhaftes und preiswertes Mittagsmenü. Meist 3 Gänge, manchmal sind ein Viertel Wein und ein Espresso im Preis inbegriffen. Das Essen ist reichlich, es geht schnell, man kennt sich. Und manchmal ergeben sich interessante Gespräche, auch wenn die freundlichen Fernfahrer meist nicht so gesprächig sind.

Und so sitze ich manchmal mit sehr kräftigen Fernfahrern am Tisch, keiner der Riesen sagt etwas. Nur ein kurzes “Bonjour” und “Bon appétit”. Etwas schüchtern sitze ich dazwischen. Auf Tuchfühlung. Als ich gehe, wünsche ich allen noch “Bonne route”, die Köpfe gehen hoch, wer ist hier der Störenfried, der die Ruhe stört! Übrigens: Keiner der Fernfahrer hat auch nur einen Schluck Alkohol zum Essen getrunken!

Auf der anderen Seite ist die Qualität der Backwaren, insbesondere des legendären französischen Baguettes, teilweise miserabel. Aus vorgefertigtem Einheitsteig gebacken, schmecken sie oft fade und sind zudem teigig und nicht knusprig. Selbst die vom Bäckermeister. Was für eine Schande!

Aber … wenn ich mir die Qualität unserer heimischen Brezeln oder Brötchen ansehe: besser ist es bei uns weiß Gott auch nicht.

Und dann der Kaffee. Hier sind die italienischen Baristas den französischen weit überlegen.

Paris – Vogelmarkt

Der französische Begriff “savoir-vivre” bedeutet wörtlich „wissen, wie man lebt“. Im Französischen wird “savoir-vivre” ausschließlich im Sinne von „gutes Benehmen“ oder „gute Umgangsformen“ verwendet. Im Deutschen im Sinne von “Lebenskunst”.

Jeder Franzose versteht auf seine Weise etwas vom “savoir-vivre”. In jedem Franzosen, egal wo er lebt, steckt ein Lebenskünstler. Es geht nicht nur ums Essen und Genießen, es geht um Solidarität und Gemeinschaft und auch ein bisschen um Gelassenheit.

Nizza

Fast in einem Atemzug mit “savoir-vivre” kann man den Ausdruck “laisser faire” nennen, wenn es um typisch französische Eigenschaften geht. “laisser faire” bedeutet Toleranz, Lässigkeit, Gelassenheit. Die Franzosen lieben ihre Freiheit und gestehen sie auch jedem anderen zu. Jeder soll nach seiner Façon selig werden, das ist der Kern von “laisser faire”. Den Franzosen ist es zuwider, bevormundet zu werden.

Aber im Grunde ihres Herzens sind die Franzosen Traditionalisten, vor allem in der Provinz. Sie missbilligen Verhaltensänderungen. Alles muss “comme il faut” (ordentlich/wie es sich gehört) gemacht werden, ein Ausdruck, der genauso auf die Art und Weise zutrifft, wie man heiratet, sich massieren lässt, einen Umschlag adressiert, einen Lehrer anspricht, ein Formular ausfüllt oder eine Ente stopft. Es gibt eine feste Ordnung der Dinge, und diese Ordnung wurde von den Franzosen festgelegt!

Brantôme en Périgord

Die Franzosen lieben Camping und Picknick. Zur Mittagszeit breitet Madame die weiße Tischdecke auf der Wiese neben der viel befahrenen Nationalstraße aus. Monsieur holt Wein, Baguette, Käse und Obst aus dem Kofferraum. Und dann sitzt die ganze Familie oft stundenlang beim Essen und Erzählen.

In fast jedem größeren Dorf gab es in den 50er und 60er Jahren einen gemeindeeigenen Campingplatz. Den “Camping Municipal”. Mehr als 2000 davon gibt es heute noch. Meist mit sehr einfachen sanitären Einrichtungen, dafür aber oft billiger als die meist überfüllten Stellplätze für Wohnmobile. Reservieren kann man hier in der Regel nicht, dafür gibt es oft sehr nette Begegnungen mit den “einfachen” Franzosen, die gerne auf diesen Plätzen ihren Urlaub verbringen.

Es lohnt sich, dort zu sitzen und das Treiben zu beobachten. Mittags kochen die französischen Ehefrauen dreigängige Menüs, die sie ihren Männern in der Gluthitze an kleinen Tischen mit Leinenservietten und poliertem Besteck servieren. Der Weißwein steht im Eisschrank bereit, der Rotwein atmet bei „Zimmertemperatur“ im Zelt. Alles stimmt – das Brot, der Käse, der Salat, die Sauce. Monsieur schmeckt es, Madame ist zufrieden. Gleich nach dem Essen macht sie den Abwasch. Alles ist wieder sauber und ordentlich, bevor an weitere Aktivitäten zu denken ist. Zur gleichen Zeit liegen auf dem Rest des Campingplatzes die Ausländer faul in der Sonne und stopfen sich mit Lebensmitteln aus dem Supermarkt voll.

Camargue

In vielen Städtchen und Dörfchen durch die ich fahre, sehe ich auf dem Dorfplatz immer wieder, dass sich am Nachmittag die Boulespieler einfinden. Plätze, meist unter Platanen oder anderweitig sonnengeschützt, aus Sand oder feinem Kies, nicht immer schön, aber regelmäßig in Gebrauch. Stundenlang sind die Spieler damit beschäftigt, mal ernsthafter oder lockerer, ihrem Freizeitvergnügen nachzugehen. Jeder will dass seine Mannschaft gewinnt, aber zu ernsthaften Auseinandersetzungen oder sogar zu Streit kommt es dabei nicht, auch wenn schon mal ganz genau nachgemessen werden muss, welche der Eisenkugeln der kleinen Zielkugel am nächsten liegt.

Und wenn ich Glück habe, werde ich manchmal zum Mitspielen eingeladen, nachdem man geklärt hat, ob ich eher der Spieler bin, der die Kugel genau platzieren kann, oder ob es mir eher leichter fällt, die gegnerische Kugel wegzuschießen. Denn das bestimmt die Reihenfolge, in der ich im Spiel drankomme.

Arles

In Frankreich gibt es für mich viele Glücksmomente. Sie öffnen mich für die Schönheit des Landes und den Zauber des Augenblicks. Sie sind verstreut wie kostbare Schätze und eigentlich überall zu finden. Das einzigartige Licht des “Midi” lässt die provenzalische Landschaft flirren und das Lavendelmeer erstrahlen. Das Summen der Bienen mischt sich mit dem Gesang der Zikaden, während die Sonne langsam hinter den malerischen Hügeln versinkt.

In den engen Gassen der kleinen Dörfer lebt die Geschichte weiter, während unter den alten Brücken ein kleiner Fluss ruhig vorbeizieht.

Menton

Ein besonderer Moment ist für mich, wenn ich durch die engen Gassen von Montmartre schlendere, wo das warme Sonnenlicht durch die Blätter der Kastanienbäume fällt und die Straßen in goldenes Licht taucht. Der Duft von frisch gebackenem Brot und Kaffee liegt in der Luft, während Künstler ihre Staffeleien aufbauen und den Zauber des Augenblicks auf Leinwand bannen. Oder wenn ich an der Steilküste der Bretagne stehe, dem Rauschen der Wellen lausche, die salzige Meeresbrise spüre und mich das Fernweh packt.

Bretagne

Ein einfacher Genuss wie der erste Biss in ein frisch gebackenes Baguette, begleitet von einem guten Glas Bordeaux, kann ein Moment purer Freude sein. Oder das Gefühl, wenn ich die majestätische Schönheit der Kathedrale von Chartres betrachte, deren gotische Türme in den Himmel ragen und einen Moment der Ehrfurcht hervorrufen.

Sei es ein Picknick an den Ufern der Loire, umgeben von den majestätischen Schlössern der Region, oder ein Bummel durch die verwunschenen Gassen von Saint-Émilion, wo der Duft von Wein und Geschichte in der Luft liegt – in Frankreich warten an jeder Ecke Glücksmomente darauf, von denen entdeckt zu werden, die offen sind, die Schönheit von Frankreich in all seinen Facetten zu entdecken.

Loire

Und natürlich das Verweilen in einem französischen Café. Die Einrichtung ist oft charmant und stilvoll, mit kleinen Tischen draußen, von denen aus man das Treiben auf der Straße beobachten kann, oder mit gemütlichen Ecken drinnen, die zum Sitzen einladen. Es ist ein Ort, an dem man sich Zeit nehmen kann, um den Moment zu genießen, ohne in Eile zu sein, um der Hektik der Stadt zu entfliehen und in eine Welt der Ruhe und Gelassenheit einzutauchen.

Gordes
Lyon

In einem französischen Café zu sitzen, ist eine gute Gelegenheit das Treiben der Stadt zu beobachten und dem Leben zuzusehen. Ich kann die Einheimischen bei ihren alltäglichen Aktivitäten beobachten, Geschäftsleute, die zu ihren Läden eilen, Pärchen, die sich verliebt unterhalten. Es ist ein Ort der Poesie, der Melancholie und der Freude, ein Ort, an dem ich für einen Moment die Welt vergessen und mich ganz dem Genuss des Augenblicks hingeben kann.

Und in der Rückschau die Erlebnisse, Erfahrungen und Eindrücke in diesem schönen Land Revue passieren lassen.

Paris

Am Tag, an dem der Tod von Charles de Gaulle bekannt wurde, fragte man den Schauspieler Noël Coward, worüber sich der gute General und Gott wohl unterhalten würden. Coward antwortete: “Das hängt davon ab, wie gut Gott Französisch spricht”.

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